Es geht weiter mit der B56n

552569_web_r_k_b_by_peter-smola_pixeliodeLaut Landesbetrieb Straßenbau NRW soll am kommenden Montag der Spatenstich zum letzten Ausbaustück der B56n zwischen Vinteln und der Autobahn stattfinden.
Laut Zeitungsbericht sollen Enak Ferlemann, MdB und Parlamentarischer Staatssekretär beim Bundesminister für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung, Harry K. Voigtsberger, Minister für Wirtschaft, Energie, Bauen, Wohnen und Verkehr des Landes Nordrhein-Westfalen sowie Harald Friedrich Austmeyer, Geschäftsführer Straßen NRW teilnehmen.
Mit dem Spatenstich beginnt endlich das Finale einer Bundesstraße, auf die eine ganze Region sehnsüchtig wartet. Angeblich ist es dann in drei Jahren soweit, dass der Verkehr von der Autobahn A46 direkt in die Niederlande auf die A2 fahren kann.

Übrigens: Wer Fotos vom letzten Bauabschnitt sehen möchte, dem empfehlen wir diese Seite: http://www.schümm.de/bundesstrasse.php

Bild: Peter Smola / pixelio.de

4 Kommentare

  1. Nun ist endlich soweit. Da kommen viele Leute mit Rang und Namen in die Region. Minister, Staatssekretäre und Abgeordnete. Kommunalpolitiker aller Couleur werden sicher auch nicht fehlen. Alle werden mit Sekt und Häppchen auf die neue Straße anstoßen.
    Und dann? Passiert erst mal nix!
    Die Damen und Herren, die blitzblanke Spaten pressewirksam schwingen, werden sich die letzten Tage vor Weihnachten ein wenig die Zeit vertreiben und hinterher wieder behaupten sie hätten einen 16 Stunden Arbeitstag.
    Ansonsten ist dieser Baubeginn doch nur Unsinn! Am 19 Dezember eine Großbaustelle anfangen? Darauf käme kein Privatmann. Schlechtes Wetter, kurze Tage und am Anfang gleich 14 Tage Bauferien. Da wird nur Geld zum Fenster rausgeworfen.
    Das zweite Teilstück ist seit Juni fertig. Man hätte unmittelbar danach anfangen können und das gute Wetter nutzen können. Aber es besteht ja sowoeso kein Interesse diesen letzten Bauabschnitt zügig fertig zu stellen. Die Straße soll nicht in drei Jahren fertig sein sondern im August 2016 ist die Fertigstellung geplant. Ehe sie in 2016 fertig ist wird es wahrscheinlich dann auch das Jahresende erreicht sein. Also fast 5 Jahre für 8 Km neue Straße.
    Das ist lächerlich und nur dem fehlenden Geld geschuldet. Anstatt die Straße zügig fertig zu stellen wird jetzt hier und da ein wenig gearbeitet. Sowas treibt nur die Kosten.
    Überhaupt, wer bei den Planern ist auf die Idee gekommen die ganze Straße an der niederländischen Seite anzufangen? Warum hat man nicht in Janses Mattes angefangen und ist schrittweise zur Grenze vorangeschritten? Das hätte erheblich zur Verkehrsentlastung im Kreis beigetragen und der ganze Baustellenverkehr der beiden westlichen Teilstücke hätte über die neue Straßße abgewickelt werden können und nicht durch enge Selfkantdörfer.
    Aber heute werden sich wieder alle gegenseitig auf die Schulter klopfen und jeder wird, gefragt oder ungefragt, beteiligt oder nicht beteiligt, seinen persönlichen Beitrag zur Entstehung der Straße herausstellen und sich auf Kosten des Steuerzahlers einen schönen Nachmittag machen. Dafür ist dann immer noch ein wenig Geld da.

  2. Der Herr spricht mir aus der Seele. Das ganze Projekt ist für die Region sooo wichtig und alle warten sehnsüchtig auf die Entlastung von Birgden, Waldenrath, Kreuzrath etc. Doch für Düsseldorf und Berlin ist das ganze ein Projekt von Tausenden. Unser Lokalpolitik hat es nicht geschafft, der Wichtigkeit für die Region dort Nachdruck zu verleihen. Vielmehr wird die Bedeutung in einem öffentlichen Spatenstich mit dem NRW Verkehrsminister gezeigt.

    Auf die Frage, warum man an der niederländischen Grenze begonnen hatte, gibt es eine Antwort. Man musste die seit langem dort fertige Straße anschließen innerhalb einer bestimmten Frist, sonst drohte eine Strafe. Es gab nämlich einen Staatsvertrag zum Bau dieser Verbindungssstraße. Das zumindest wurde uns erzählt.

  3. Nun, jetzt ist ein halbes Jahr ins Land gegangen seit dem ersten Spatenstich, Was ist seitdem passiert? So gut wie nichts. Im Feld zwischen Langbroich, Schierwaldenrath und Birgden werden zwei kleine Brücken über Feldwege gebaut. Wer dort vorbei kommt muss sich allerdings fragen was dort die ganze Zeit gemacht wird. Ein halbes Jahr für eine Baugrube, eine Umfahrung, angefangene Fundamente, Sonst nix. In fast der gleichen Zeit konnte man im Autobahnkreuz Aachen eine 5-spurige Autobahnbrücke unter Verkehr bauen und in Betrieb nehmen. Langsam wird es wirklich lächerlich. Wenn jetzt jedes Jahr 2 Brücken gebaut werden ist die Straße 2020 noch nicht fertig. Die Verantwortlichen sind dreist genug, um nicht zu sagen dumm, genug der Presse zu erklären es läge am komplizierten Aufbau der Brücken. Wenn der Wille undr das Geld da wäre könnte man aße laufen wirddiese Straße innerhalb von 2 Jahren bauen. Niemand macht sich auch Gedanken darum wie der Verkehr von zu zu der neuen Straße verlaufen wird: Vermutlich denken die Verantwortlichen, dass hier nur Verkehr von der A-46 zur niederländischen A2 un dumgekehrt fließen wird. Das ist Unsinn. Die neue Straße wird auch neuen Verkehr anziehen und bündeln, der vorher über viele kleine Straßen und über Ortsdurchfahrten geflossen ist.. Schon jetzt sind die Zubringerstraße öfter am Ende ihrer Kapazität angekommen. Auf der B221 zwischen Tripsrath und dem Autobahnende fahren regelmäßig deutlich mehr als 20000 Fahrzeuge pro Tag. Das ist schon zuviel für eine 2-spurige Straße. Auf der anderen Seite der Autobahn zwischen Janses Mathes und dem Autobahnende sind es unwesentlich weniger. Auf der früheren Transitstrasse fahren zwischen der freigegebenen B56 n und der Grenzen Richtung Brunssum auch schon ca. 15000 Fahrzeuge pro Tag. Was soll dort werden, wenn die B56 n auf ganzer Länge fertig ist und vielleicht dann auch der Buitenring Limburg. Nirgendwo wird agiert. Es wird nur reagiert. Es ist kein Geld da, politisch ist es nicht opportun sich für Straßenneu- und -ausbau zu engagieren. Da lassen sich Politiker lieber vor Wahlen jeden Tag bei einem anderen Kaninchenzuchtverein ablichten um nach der Wahl für Jahre in der Versenkung und dem politischen Winterschlaf zu versinken.

  4. Hallo The Buli

    Zu Baurichtung
    Die war vorgegeben, nach dem Staatsvertrag mit den Niederlanden. Die Niederländer hatten ihr Teilstück - also A 2 bis zur deutschen Grenze und damit Übergabepunkt - schon längst fertig gestellt. Und sie hätten wahrscheinlich neu teeren müssen, bis dann eben Ende 2020 die ersten Autos auch “ihr” Teilstück befahren konnten. Teer hält auch keine Ewigkeit.
    ;-)

Sag uns deine Meinung.